KKH Bergstrasse
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Chest Pain Unit Bergstraße, Leitung: Chefarzt PD Dr. med. Wolfgang Auch-Schwelk

Chest Pain Unit: Schnelle Hilfe bei Schmerzen in der Brust

 

Brustschmerzen können Symptome lebensbedrohlicher Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt sein. Bestmögliche medizinische Versorgung ohne Zeitverlust ist notwendig, um das Risiko des plötzlichen Tods oder schwerer Folgeschädigungen des Herzens zu minimieren. Hierfür steht das Konzept der Chest Pain Unit (CPU)/Brustschmerzeinheit, die internationalen medizinischen Standards und Qualitätsvorgaben folgt.

 

Wichtig ist, dass bei Menschen, die Schmerzen in der Brust haben

 

  • unabhängig von der Schwere der Schmerzen schnellstmöglich der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 informiert wird
  • Rettungsdienst und Krankenhaus schon vor der Einlieferung des Patienten in die Klinik eng zusammenarbeiten
  • dass im Krankenhaus binnen kürzester Zeit eine Diagnose erfolgt
  • die gezielte Therapie ohne Zeitverlust beginnt, gegebenenfalls verschlossene Gefäße am Herzen im Katheterlabor aufgeweitet werden
  • Zweifelsfälle im Krankenhaus monitorüberwacht werden

 

Die Chest Pain Unit am Kreiskrankenhauses Bergstraße ist im Herbst 2010 eröffnet worden. Die Klinik hat damit in der Region eine Vorreiterrolle in der Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher kardiologischer Erkrankungen übernommen und eine Lücke in der medizinischen Versorgung geschlossen. Die Brustschmerzeinheit ist seit Frühjahr 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert. Die Leitung hat der Chefarzt der kardiologischen Fachabteilung des Kreiskrankenhauses, PD Dr. Wolfgang Auch-Schwelk.

 

Auf der Chest Pain Unit Bergstraße arbeiten fünf interventionelle Kardiologen mit speziell geschulten Teams. Diagnose und Therapien sind an international vorgegebenen Behandlungspfaden ausgerichtet. Moderne Geräte ermöglichen auf einer eigens eingerichteten Überwachungsstation eine ständige Monitorüberwachung von Patienten. Zweifelsfälle werden hier ebenfalls überwacht. Die Einheit kooperiert eng mit anderen Fachbereichen des Krankenhauses, mit dem Rettungsdienst und mit niedergelassenen Ärzten.   

 

Entscheidend für die optimale Versorgung von Patienten mit Brustschmerz ist allerdings nicht allein die richtige Behandlung in der Klinik. Ebenso wichtig ist die schnelle Alarmierung des Rettungsdienstes (Notruf 112). Das Problem: Bei lebensbedrohlichen Herzerkrankungen sind die Symptome verschieden und nicht immer eindeutig zuordenbar. Die Schwere von Schmerzen und/oder Unwohlsein können sehr unterschiedlich sein. Keinesfalls sagen sie etwas darüber aus, wie groß die Gefahr für den Patienten ist. Ein dramatischer Herzinfarkt und andere lebensbedrohenden Herzerkrankungen können, aber müssen nicht, zwangsläufig mit heftigen Schmerzen einhergehen. Auch ist nicht jeder Infarkt durch ein EKG zu erkennen. Das macht die Erkrankungen noch unberechenbarer und die Schnelle Einlieferung ins Krankenhaus unabdingbar. Jede Minute zählt.


Chest Pain Unit

 

Einige Zahlen

 

42 Prozent der Todesfälle in Deutschland sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Die Rate liegt deutlich über der aller Krebserkrankungen zusammengenommen, diese  wird mit 25 Prozent beziffert. 9 Prozent der Todesfälle bei Herz-Kreislauf Erkrankungen sind  unmittelbar auf einen Herzinfarkt zurückzuführen, weitere 9 Prozent begründen sich in den Folgen eines Infarkts. Bislang sterben noch immer 30 Prozent  aller Herzinfarktpatienten an der Erkrankung. (Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2009).

 

Die Chest Pain Unit Bergstraße hat 8 Überwachungsbetten. 5 Kardiologen und ihre Teams sichern rund um die Uhr schnelle Hilfe, jederzeit ist eine Behandlung im Katheterlabor möglich.

 

Antworten auf oft gestellte Fragen zur Chest Pain Unit. Klicken Sie hier.

Zertifikat

Chefarzt PD Dr. med. Wolfgang
Auch-Schwelk

 

Herzkatheterlabor
Chefarzt PD Dr. Wolfgang Auch-Schwelk im Herzkatheterlabor

                                            

   

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